Es gibt Leute die sind seltsam. Modernisten sind nicht seltsam, sondern albern, was sie glauben ist nicht seltsam, weil sie entweder nichts glauben oder totalen Blödsinn glauben. Katholiken sind auch nicht seltsam, Katholiken sind normal, was sie glauben ist heilig und heilig bedeutet normal. Wer ist also seltsam? Es sind Leute die sich „Traditionalisten nennen“. Damit meine ich keine Leute die in die alte Messe gehen, auch nicht die FSSPX, das sind alles Katholiken. Diese „Traditionalisten“ sind etwas anderes. Sie leben ein Multikulti aller radikalen Ideen, Sedisvakantismus, arabisches Königtum, Faschismus, Heliokratie, usw… Sie lesen Evola, Cioran, D’Anunzio und leider auch Davila.
Diese „Traditionalisten“ unterscheiden sich kaum von Modernisten, sie leugnen ebenfalls die Existenz der Wahrheit. Doch im Gegensatz zu den Modernisten vertreten sie nicht die populäre Lüge, sondern die unpopuläre Lüge. Ebenso wie unter Modernisten finden sich in ihrem Glauben auch katholische Rest-Elemente. So holen sie immer wieder Davila hervor und zitieren was ihnen von ihm passt. Der Grund den ich dafür sehe ist zwanghafter Individualismus und Einsamkeit. Um möglichst einzigartig zu sein suchen sie sich die unpopulärste Philosophie die sie finden können. Dadurch werden sie zu Ausgestoßenen, doch dann stellen sie fest, dass sie das garnicht wollten und so treffen sie sich in Internetforen und vermischen ihre verschiedenen abstrusen Philosophien zu einer neuen Gemeinschaft.
Dabei kommen dann Sätze heraus wie:
„Bereits Cioran formulierte so trefflich, dass die heliokratische Ätherelite, eine weibischere extremsodomie reovlutioniert.“
„Nur spirituelle analphabeten verkennen noch ernsthaff, dass das futuristische Lichtrittertum einen neo-marxistischen verlegenheitsterror entlarvt.“
Ok, diese Sätze sind nicht echt. Es gibt einen ironischen Traditionalisten-Satzgenerator. Wenn ich ihn wiederfinde liefere ich ihn nach, im Moment habe ich nur die beiden Beispiele.





4 responses to “Seltsames Phänomen”
RubensRübenlese
November 13th, 2010 at 00:07
schön und gut, ausser das die fsspx sicher nicht katholischer sind als die ekd, sogar noch schlimmer weils sie so tun als wärn sies und das Gewand Christi immer weiter zerreißen! Die zipfen mich wirklich an! Ich weiß schon, dass das hier eh ein jeder weiss bzw. sich seinen Teil denkt. aber trotzdem ärgern sie mich immer- die bräuchten ja nicht mal ein personal ordinariat wie die anglikaner, weils es mit den fssp lern und Institut Chr. König und Hohepriester etc etc ja schon zur genüge gibt!
gregoriusbraun
November 13th, 2010 at 22:03
Naja, aber wir lösen ja auch nicht die Benediktiner auf nur weil es die Franziskaner gibt. Also warum sollte es die FSSPX nicht geben nur weil es die FSSP gibt.
RubensRübenlese
November 13th, 2010 at 22:14
wenn man auf das Urteil der Einen Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche was hält, dann sollte eine diskussion über die Rechtgläubigkeit der Fsspxler ja völlig überflüssig sein- wenn sie drin wären würde sich der Papst wohl nicht bemühen sie reinzuholen.
C
January 10th, 2012 at 13:12
Da ist Unsereiner aber froh, dass wir lediglich “seltsam” und nicht – wie die Modernisten – Alberne die nur an Blödsinn glauben sind. Die Beispielssätze sind übrigens vorzüglich. Sie haben ja gewissermassen auch Recht mit Ihren Behauptungen. Nur sollten sie auch bedenken, dass es sich dabei um Personen handelt die eher selten katholisch aufgewachsen und erzogen wurden sich aber plötzlich nach einer Phase pubertierenden, antiklerikalen Gebells nun doch langsam aber sicher der Katholizität annähern. Auch wenn dies vielleicht aus der “unpopulären” Ecke kommt. Es gibt durchaus Schnittstellen zwischen dem Traditionalisten katholischen Ursprungs und dem Traditionalisten der Heliokratie. Die Schnittstelle ist vielleicht nicht im allzu Bürgerlichen zu suchen sondern in der Begeisterung des Kultes und der Mysterien, dem Notwendigkeitsempfinden einer Autorität von Oben, der Bindung an das überzeitliche und Ewige und nicht zu Letzt auch im Stil. Eigentlich stehen die Chancen dabei ja recht gut zumindest im Alter dann vernünftigerweise in den heilenden Schoss der Kirche ein zu tauchen. Etwas was beim „Modernisten“, um Ihre Worte zu benutzen, wohl eher nicht gegeben ist.