Es gibt Leute die sind seltsam. Modernisten sind nicht seltsam, sondern albern, was sie glauben ist nicht seltsam, weil sie entweder nichts glauben oder totalen Blödsinn glauben. Katholiken sind auch nicht seltsam, Katholiken sind normal, was sie glauben ist heilig und heilig bedeutet normal. Wer ist also seltsam? Es sind Leute die sich „Traditionalisten nennen“. Damit meine ich keine Leute die in die alte Messe gehen, auch nicht die FSSPX, das sind alles Katholiken. Diese „Traditionalisten“ sind etwas anderes. Sie leben ein Multikulti aller radikalen Ideen, Sedisvakantismus, arabisches Königtum, Faschismus, Heliokratie, usw… Sie lesen Evola, Cioran, D’Anunzio und leider auch Davila.

Diese „Traditionalisten“ unterscheiden sich kaum von Modernisten, sie leugnen ebenfalls die Existenz der Wahrheit. Doch im Gegensatz zu den Modernisten vertreten sie nicht die populäre Lüge, sondern die unpopuläre Lüge. Ebenso wie unter Modernisten finden sich in ihrem Glauben auch katholische Rest-Elemente. So holen sie immer wieder Davila hervor und zitieren was ihnen von ihm passt. Der Grund den ich dafür sehe ist zwanghafter Individualismus und Einsamkeit. Um möglichst einzigartig zu sein suchen sie sich die unpopulärste Philosophie die sie finden können. Dadurch werden sie zu Ausgestoßenen, doch dann stellen sie fest, dass sie das garnicht wollten und so treffen sie sich in Internetforen und vermischen ihre verschiedenen abstrusen Philosophien zu einer neuen Gemeinschaft.

Dabei kommen dann Sätze heraus wie:
„Bereits Cioran formulierte so trefflich, dass die heliokratische Ätherelite, eine weibischere extremsodomie reovlutioniert.“

„Nur spirituelle analphabeten verkennen noch ernsthaff, dass das futuristische Lichtrittertum einen neo-marxistischen verlegenheitsterror entlarvt.“

Ok, diese Sätze sind nicht echt. Es gibt einen ironischen Traditionalisten-Satzgenerator. Wenn ich ihn wiederfinde liefere ich ihn nach, im Moment habe ich nur die beiden Beispiele.